Heute war wieder ein Ruhetag daheim. Oder besser gesagt: es gab keine Unternehmungen, da ich etwas für die Uni arbeiten musste. Nicht weiter berichtenswert, daher folgen nun ein paar Anekdoten über Menschen, Kultur & Religion.
Tag 13: Schwimmen am Wasserfall
Hier in Nigeria ist gerade Trockenzeit, es hat seit Monaten nicht mehr geregnet. Ganz und gar nicht trocken aber blieben wir heute bei einem Ausflug zu den Gurara Wasserfällen und im Becken unterhalb des Wasserfalls ein paar Runden schwammen.
Take Away #3: Erziehungssache
Symbolisiert Schlanksein Armut oder Schönheit? Ist Rauchen Lifestyle oder Suizid? In fremden Gesellschaften wird man mit Ideale und Erwartungshaltungen konfrontiert, die man selbst für absurd halten möge. Vice versa verhält es sich natürlich genau so. Die deutsche und die nigerianische Gesellschaft gegenübergestellt wird klar, wie gesellschaftliche Akzeptanz die Erziehung bestimmt und mit der Gewöhnung das unvoreingenommene Entscheidungsvermögen beeinträchtigt.
Tag 12: Tierisch was los
Es ist Halbzeit, und die Zeit vergeht wie im Flug. Heute ging es wieder raus nach Koya auf die Farm, und der Affe Cindy durfte auch wieder mit. Sie genießt die Freiheit auf der Farm sehr, nachdem sie in der Stadt wegen der Nachbarn nicht mehr frei herumspringen darf.
Tag 11: Sonne macht Kaelte
Heute besuchten wir ein befreundetes Ehepaar, die auch eine Farm besitzen. Deren Farm ‘Hope Eden’ ist jedoch anders: Nutztiere gibt es keine, dafür gibt es neben der Landwirtschaft noch eine Schule und Ferienwohnungen auf dem Gelände. Am Ende konfrontieren wir auch noch Fulani-Hirten, die ihre Kühe unerlaubterweise auf Farmland weiden lassen.
Tag 10: Der Loewenanteil fehlt
Am Fuße des Berges Aso Rock mitten in militärischem Gebiet befindet sich Abujas Zoo, den wir heute besuchten. So komme ich auch in den Genuss einer kleinen Safari.
Take Away #2: Du bist dein eigener Marktforscher
Wenn jemand wirklich lernen möchte, wie man kauft und verkauft, kann man sich das teure Geld für einen MBA getrost sparen und sich stattdessen in Abuja, Nigeria auf dem lokalen Wochenmarkt versuchen zu behaupten. Wer sich hier durchsetzt, schafft es wahrscheinlich überall.
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Tag 9: Markttag
Abgesehen von unspektakulären Masterbewerbungen am Nachmittag war der Tag ziemlich erlebnisreich: Vormittagsgings auf den Wochenmarkt. Klingt zwar ebenso unspektakulär, aber war es für mich keineswegs. Und anscheinend auch nicht für so manchen Markthändler, da mich viele verdutzt ansahen, manche ‘Willkommen in Nigeria’ hinterherriefen, und ein Wildfremder mich sogar ein Selfie bat. Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen tippe ich, dass das auf die Hautfarbe zurückzuführen ist.
Tag 8: Ein Land, zwei Gesichter
In einem Land mit so einer extremen Einkommensschere wie Nigeria findet man sowohl Menschen in extremer Armut als auch Dollar-Multimillionäre. Die Lebensräume beider bekam ich heute nacheinander zu Gesicht.
Tag 7: Wenn man sich auf nichts verlassen kann
In den letzten Tagen fällt der Strom ungewöhnlich oft aus, wie meine Gastgeber sagen. Regelmäßig haben wir nur 2 Stunden Strom am Tag und nutzen daher den Generator viele Stunden tagsüber und in jedem Fall nachts. Verkehrte Welt: Eigentlich soll der Generator minutenweise den Netzstrom ergänzen; tatsächlich verhält es sich gerade andersherum. Der Generator gehört hier genauso wie große Trinkwassertanks zur Grundausstattung eines jeden Haushalts der Mittelklasse und darüber, denn wer Zuverlässigkeit schätzt macht sich autark.
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