Tag 11: Sonne macht Kaelte

Heute besuchten wir ein befreundetes Ehepaar, die auch eine Farm besitzen. Deren Farm ‘Hope Eden’ ist jedoch anders: Nutztiere gibt es keine, dafür gibt es neben der Landwirtschaft noch eine Schule und Ferienwohnungen auf dem Gelände. Am Ende konfrontieren wir auch noch Fulani-Hirten, die ihre Kühe unerlaubterweise auf Farmland weiden lassen.

Die Schule wird gerade erweitert, und das Baumaterial dafür selber vor Ort hergestellt.
Sattes Grün trotz Regenzeit
Baumwolle
Von Jängern gelegte Buschbrände in der Umgebung
Ein Blütenteppich
Fulani lassen ihre Kühe im trockenen Flussbett grasen

Zum Mittag gab es Maisbrei mit einer Soße mit Stücken grüner Papaya. Wider Erwarten ist die grüne Papaya nicht süß, sondern herzhaft, sehr passend!

Müllabfuhr gibt es quasi nicht. Man trennt in brennbaren Müll und sonstiges

Das spannendste Teil der Farm war für mich das Pfarrhaus der deutschen Gemeinde, das auch auf dem Gelände untergebracht ist. Genauer gesagt interessiert mich weniger das Pfarrhaus selber, sondern dessen Energieversorgung: Durch eine handvoll Solarpanels, die auf dem Hausdach und auf einer Art Carport angebracht sind, wird das gesamte Haus mit Strom versorgt – einschließlich seiner vier energiefressenden Klimaanlagen. So wird aus Sonne Kälte, und zwar Tag und Nacht. Die Solarpanels speisen mehrere riesige Batterien, die die Energie zwischenspeichern.

Generatoren sind zwar noch das Mittel der Wahl für eine zuverlässige Energieversorgung; und kompetente Handwerker, die qualitativ hochwertige Solarpanels und korrekte Installationen anbieten, sind relativ schwer zu finden. Aber je teurer Benzin wird, desto attraktiver wird auch die umweltfreundlichere Solar-Lösung. Je mehr Nachfrage, desto besser dürfte auch das Angebot an Solar werden.